Bewertungstrends im europäischen Venture Capital 2025

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Bewertungstrends im europäischen Venture Capital: Was Unternehmenswert KMU Schweiz berechnen davon lernt.

Venture Capital ist Wachstumskapital für skalierbare Geschäftsmodelle: In der Schweiz vergeben VC-Fonds typischerweise CHF 1–10 Mio. in der Series-A-Phase.
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Der europäische Venture-Capital-Markt (VC) steht 2024 vor erheblichen Herausforderungen: Die Nachfrage der Gründerinnen und Gründer nach Finanzierung übersteigt weiterhin das verfügbare Kapital der VC-Gesellschaften. Bewertungen stehen unter Druck, und VC-Fonds kämpfen mit vorübergehend negativen Renditen. In diesem unsicheren Umfeld setzen VCs auf Technologie, führen eingehende Due-Diligence-Prüfungen durch und optimieren ihre Effizienz, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Artikel bietet Einblicke in die Bewertungstrends im europäischen VC-Markt und beleuchtet die wichtigsten Einflussfaktoren auf das aktuelle Bewertungsumfeld.

Die Bid-Ask-Spanne kehrt sich um

Die wachsende Nachfrage der Gründerinnen und Gründer nach Venture-Finanzierung hat das verfügbare Kapital der VC-Gesellschaften übertroffen. Dies hat zu einer Umkehr der Bid-Ask-Spanne geführt: Gründerinnen und Gründer sind der Ansicht, dass ihre KMU unterbewertet sind, während Limited Partners (LPs) frühphasige Unternehmen als überbewertet erachten. Infolgedessen wird für 2024 ein Anstieg von Fusionen und Übernahmen (M&A) sowie Private-Equity-Transaktionen erwartet.

Bewertungen stehen unter Abwärtsdruck

VCs und Gründerinnen und Gründer ringen mit unterschiedlichen Einschätzungen zur KMU-Bewertung. Während Gründerinnen und Gründer ihre KMU als unterbewertet betrachten, äussern LPs Bedenken hinsichtlich der Überbewertung frühphasiger Unternehmen. Diese Diskrepanz führt zu einer vorsichtigen Haltung der Investorinnen und Investoren, verbunden mit einem verstärkten Fokus auf profitable Märkte, Kostensenkungsmassnahmen und straffere Effizienz.

VC-Fonds verzeichnen vorübergehend negative Renditen

Im Jahr 2023 meldeten VC-Fonds erstmals seit über fünf Jahren mehrfach negative Renditen. Während erfahrene VCs dies als natürliche Korrektur betrachten, empfinden Newcomer die Situation als einzigartig und herausfordernd. Die Bewältigung dieses anspruchsvollen Umfelds erfordert ausgeprägte Investor-Relations-Kompetenzen sowie Datenanalysefähigkeiten, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Due Diligence gewinnt an Bedeutung

VCs erkennen zunehmend die Notwendigkeit einer eingehenden Due Diligence, um potenzielle Zielunternehmen sorgfältig zu prüfen. Dieser Wandel erfolgt nach einer Phase oberflächlicher Due Diligence während einer Investitionshochphase. Geduldige VCs werden sich auf bewährte Benchmarks und zuverlässige Daten stützen, um Bewertungen präzise einzuschätzen.

Der europäische VC-Markt 2024

2023 verzeichnete die VC-Aktivität im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang, bedingt durch verschiedene wirtschaftliche Faktoren wie den Krieg in der Ukraine, globale Lieferkettenprobleme, steigende Zinsen, Inflation und die Gefahr einer Rezession. Die Anzahl der Transaktionen und das investierte Kapital sanken, und Bewertungen gerieten insbesondere bei Unternehmen in späten Finanzierungsphasen unter Druck.

Rückgang beim Fundraising und Verschiebung bei den Exit-Aktivitäten

Die Fundraising-Aktivität verlangsamte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 aufgrund der Marktverunsicherung. Die Exit-Aktivität verzeichnete einen deutlichen Einbruch, wobei sich der Fokus auf Fusionen und Übernahmen verschob, die 50% der VC-gestützten Exits ausmachten. Junge KMU entschieden sich für M&A-Transaktionen, um im Rahmen etablierter und gut kapitalisierter Unternehmen grössere finanzielle Sicherheit zu erlangen.

Q1 2024: Rückgang bei Transaktionsvolumen und Fundraising

Im ersten Quartal 2024 sank der Wert europäischer Venture-Transaktionen im Quartalsvergleich um 32,1%, begleitet von einem Rückgang der Transaktionsanzahl um 19,2%. Hohe Inflation und eine restriktive Geldpolitik veranlassten Investorinnen und Investoren, weniger Kapital einzusetzen und sich auf Kapitaleffizienz zu konzentrieren. Debt-Runden dürften künftig häufiger neben Eigenkapitalrunden auftreten, was zu möglichen Stellenabbaumassnahmen und Kostensenkungen in KMU führen könnte.

Grafik: Europäisches Venture-Transaktionsvolumen (Q1 2023: Q1 2024)

Quartal Transaktionswert (EUR Milliarden) Anzahl Transaktionen
Q1 2023 15.2 900
Q2 2023 13.0 850
Q3 2023 12.5 800
Q4 2023 10.3 750
Q1 2024 7.0 600

Ausblick auf Q2 2024

Q2 2024 dürfte ein weiteres herausforderndes Quartal für VC-Investitionen in Europa werden. Die Marktverunsicherung wird VC-Investorinnen und -Investoren voraussichtlich zur Vorsicht veranlassen, mit Schwerpunkt auf der Bewertung der Widerstandsfähigkeit von Geschäftsmodellen und Kostensenkungsmassnahmen in Portfoliounternehmen. Gut kapitalisierte Unternehmen könnten dieses Umfeld als Akquisitionsgelegenheit nutzen. Regierungen dürften die Unterstützung für KMU ausweiten, und Non-Core-Carve-outs sowie Bolt-on-Transaktionen könnten zunehmen, sofern die Marktherausforderungen anhalten.

Technologieeinsatz in VC-Gesellschaften

Angesichts der herausfordernden Marktbedingungen setzen VC-Gesellschaften zunehmend auf fortschrittliche Technologien, um ihre Abläufe zu optimieren. Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen kommen dabei unter anderem in folgenden Bereichen zum Einsatz:
  1. Verbesserung der Due Diligence: KI kann grosse Datenmengen schnell analysieren und potenzielle Risiken sowie Chancen effizienter identifizieren als herkömmliche Methoden.
  2. Optimierung des Deal Sourcings: Machine-Learning-Algorithmen können vielversprechende KMU identifizieren, indem sie Markttrends und Unternehmenskennzahlen analysieren.
  3. Optimierung des Portfoliomanagements: KI-gestützte Tools helfen VCs, ihre Portfoliounternehmen effektiver zu steuern, Leistungseinblicke zu gewinnen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.

Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf VC-Bewertungen

Verschiedene wirtschaftliche Faktoren beeinflussen die VC-Bewertungen in Europa:
  1. Inflation: Hohe Inflationsraten erhöhen die Kapitalkosten, was Investorinnen und Investoren vorsichtiger werden lässt und zu niedrigeren Bewertungen führt.
  2. Zinssätze: Steigende Zinsen verteuern die Fremdfinanzierung, was die für Eigenkapitalinvestitionen verfügbare Kapitalmenge reduzieren kann.
  3. Geopolitische Unsicherheit: Anhaltende Konflikte und geopolitische Spannungen erzeugen Unsicherheit, beeinträchtigen das Anlegervertrauen und führen zu konservativeren Bewertungen.

Strategien für KMU zur Navigation im VC-Umfeld

Um das aktuelle VC-Umfeld erfolgreich zu navigieren, sollten KMU folgende Strategien in Betracht ziehen:
  1. Fokus auf Profitabilität: Angesichts des Bewertungsdrucks kann ein klar aufgezeigter Weg zur Profitabilität ein KMU für Investorinnen und Investoren attraktiver machen.
  2. Kostenmanagement: Die Umsetzung von Kostensenkungsmassnahmen und die Verbesserung der betrieblichen Effizienz können KMU helfen, Finanzierungsengpässe zu überbrücken.
  3. Starke Investor Relations: Eine transparente und proaktive Kommunikation mit Investorinnen und Investoren schafft Vertrauen und verbessert die Finanzierungsaussichten.
  4. Erschliessung alternativer Finanzierungsquellen: Neben klassischer VC-Finanzierung sollten KMU alternative Quellen wie Fremdfinanzierung, Crowdfunding und strategische Partnerschaften in Betracht ziehen.

Staatliche Unterstützung für KMU

Regierungen in ganz Europa erkennen zunehmend die Bedeutung der Unterstützung von KMU in diesen herausfordernden Zeiten. Zu den umgesetzten Massnahmen gehören:
  1. Förderprogramme: Bereitstellung nicht-verwässernder Mittel, um KMU bei der Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen zu unterstützen.
  2. Steuerliche Anreize: Steuerliche Vergünstigungen und Anreize zur Förderung von Investitionen in KMU.
  3. Öffentlich-private Partnerschaften: Zusammenarbeit mit privatwirtschaftlichen Akteuren zur Bereitstellung von Finanzierung und Ressourcen für KMU.

Fazit und nächste Schritte

Der europäische VC-Markt 2024 stellt Investorinnen und Investoren sowie KMU gleichermassen vor erhebliche Herausforderungen. Bewertungen stehen unter Abwärtsdruck, verstärkt durch Zins- und Inflationsraten, und VC-Fonds verzeichnen vorübergehend negative Renditen. Durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen, den Einsatz von Technologie und die Optimierung der Effizienz können KMU und VCs diesen unsicheren Markt jedoch erfolgreich navigieren. Wer über VC-Trends und aktuelle Marktentwicklungen informiert bleibt, ist bestens positioniert, um die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Scalemetrics unterstützt Schweizer KMU dabei, solche Entscheidungen proaktiv zu treffen – bevor der Markt sich bewegt. Erfahren Sie mehr über unsere Unternehmensbewertung oder entdecken Sie unsere CFO-Dienstleistungen für Schweizer Unternehmen.

Häufig gestellte Fragen

Was müssen Schweizer KMU über die Bid-Ask-Spanne kehrt sich um Die wachsende Nachfrage der Gründerinnen und Gründer nach Venture-Finanzierung hat das verfügbare Kapital der VC-Gesellschaften übertroffen. Dies hat zu einer Umkehr der Bid-Ask-Spanne geführt: Gründerinnen und Gründer sind der Ansicht, dass ihre KMU unterbewertet sind, während Limited Partners (LPs) frühphasige Unternehmen als überbewertet erachten. Infolgedessen wird für 2024 ein Anstieg von Fusionen und Übernahmen (M&A) sowie Private-Equity-Transaktionen erwartet. Bewertungen stehen unter Abwärtsdruck VCs und Gründerinnen und Gründer ringen mit unterschiedlichen Einschätzungen zur KMU-Bewertung. Während Gründerinnen und Gründer ihre KMU als unterbewertet betrachten, äussern LPs Bedenken hinsichtlich der Überbewertung frühphasiger Unternehmen. Diese Diskrepanz führt zu einer vorsichtigen Haltung der Investorinnen und Investoren, verbunden mit einem verstärkten Fokus auf profitable Märkte, Kostensenkungsmassnahmen und straffere Effizienz. VC-Fonds verzeichnen vorübergehend negative Renditen Im Jahr 2023 meldeten VC-Fonds erstmals seit über fünf Jahren mehrfach negative Renditen. Während erfahrene VCs dies als natürliche Korrektur betrachten, empfinden Newcomer die Situation als einzigartig und herausfordernd. Die Bewältigung dieses anspruchsvollen Umfelds erfordert ausgeprägte Investor-Relations-Kompetenzen sowie Datenanalysefähigkeiten, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Due Diligence gewinnt an Bedeutung VCs erkennen zunehmend die Notwendigkeit einer eingehenden Due Diligence, um potenzielle Zielunternehmen sorgfältig zu prüfen. Dieser Wandel erfolgt nach einer Phase oberflächlicher Due Diligence während einer Investitionshochphase. Geduldige VCs werden sich auf bewährte Benchmarks und zuverlässige Daten stützen, um Bewertungen präzise einzuschätzen. Der europäische VC-Markt 2024 2023 verzeichnete die VC-Aktivität im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang, bedingt durch verschiedene wirtschaftliche Faktoren wie den Krieg in der Ukraine, globale Lieferkettenprobleme, steigende Zinsen, Inflation und die Gefahr einer Rezession. Die Anzahl der Transaktionen und das investierte Kapital sanken, und Bewertungen gerieten insbesondere bei Unternehmen in späten Finanzierungsphasen unter Druck. Rückgang beim Fundraising und Verschiebung bei den Exit-Aktivitäten Die Fundraising-Aktivität verlangsamte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 aufgrund der Marktverunsicherung. Die Exit-Aktivität verzeichnete einen deutlichen Einbruch, wobei sich der Fokus auf Fusionen und Übernahmen verschob, die 50% der VC-gestützten Exits ausmachten. Junge KMU entschieden sich für M&A-Transaktionen, um im Rahmen etablierter und gut kapitalisierter Unternehmen grössere finanzielle Sicherheit zu erlangen. Q1 2024: Rückgang bei Transaktionsvolumen und Fundraising Im ersten Quartal 2024 sank der Wert europäischer Venture-Transaktionen im Quartalsvergleich um 32,1%, begleitet von einem Rückgang der Transaktionsanzahl um 19,2%. Hohe Inflation und eine restriktive Geldpolitik veranlassten Investorinnen und Investoren, weniger Kapital einzusetzen und sich auf Kapitaleffizienz zu konzentrieren. Debt-Runden dürften künftig häufiger neben Eigenkapitalrunden auftreten, was zu möglichen Stellenabbaumassnahmen und Kostensenkungen in KMU führen könnte. Grafik: Europäisches Venture-Transaktionsvolumen (Q1 2023: Q1 2024) Quartal Transaktionswert (EUR Milliarden) Anzahl Transaktionen Q1 2023 15.2 900 Q2 2023 13.0 850 Q3 2023 12.5 800 Q4 2023 10.3 750 Q1 2024 7.0 600 Ausblick auf Q2 2024 Q2 2024 dürfte ein weiteres herausforderndes Quartal für VC-Investitionen in Europa werden. Die Marktverunsicherung wird VC-Investorinnen und -Investoren voraussichtlich zur Vorsicht veranlassen, mit Schwerpunkt auf der Bewertung der Widerstandsfähigkeit von Geschäftsmodellen und Kostensenkungsmassnahmen in Portfoliounternehmen. Gut kapitalisierte Unternehmen könnten dieses Umfeld als Akquisitionsgelegenheit nutzen. Regierungen dürften die Unterstützung für KMU ausweiten, und Non-Core-Carve-outs sowie Bolt-on-Transaktionen könnten zunehmen, sofern die Marktherausforderungen anhalten. Technologieeinsatz in VC-Gesellschaften Angesichts der herausfordernden Marktbedingungen setzen VC-Gesellschaften zunehmend auf fortschrittliche Technologien, um ihre Abläufe zu optimieren. Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen kommen dabei unter anderem in folgenden Bereichen zum Einsatz: Verbesserung der Due Diligence: KI kann grosse Datenmengen schnell analysieren und potenzielle Risiken sowie Chancen effizienter identifizieren als herkömmliche Methoden. Optimierung des Deal Sourcings: Machine-Learning-Algorithmen können vielversprechende KMU identifizieren, indem sie Markttrends und Unternehmenskennzahlen analysieren. Optimierung des Portfoliomanagements: KI-gestützte Tools helfen VCs, ihre Portfoliounternehmen effektiver zu steuern, Leistungseinblicke zu gewinnen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf VC-Bewertungen Verschiedene wirtschaftliche Faktoren beeinflussen die VC-Bewertungen in Europa: Inflation: Hohe Inflationsraten erhöhen die Kapitalkosten, was Investorinnen und Investoren vorsichtiger werden lässt und zu niedrigeren Bewertungen führt. Zinssätze: Steigende Zinsen verteuern die Fremdfinanzierung, was die für Eigenkapitalinvestitionen verfügbare Kapitalmenge reduzieren kann. Geopolitische Unsicherheit: Anhaltende Konflikte und geopolitische Spannungen erzeugen Unsicherheit, beeinträchtigen das Anlegervertrauen und führen zu konservativeren Bewertungen. Strategien für KMU zur Navigation im VC-Umfeld Um das aktuelle VC-Umfeld erfolgreich zu navigieren, sollten KMU folgende Strategien in Betracht ziehen: Fokus auf Profitabilität: Angesichts des Bewertungsdrucks kann ein klar aufgezeigter Weg zur Profitabilität ein KMU für Investorinnen und Investoren attraktiver machen. Kostenmanagement: Die Umsetzung von Kostensenkungsmassnahmen und die Verbesserung der betrieblichen Effizienz können KMU helfen, Finanzierungsengpässe zu überbrücken. Starke Investor Relations: Eine transparente und proaktive Kommunikation mit Investorinnen und Investoren schafft Vertrauen und verbessert die Finanzierungsaussichten. Erschliessung alternativer Finanzierungsquellen: Neben klassischer VC-Finanzierung sollten KMU alternative Quellen wie Fremdfinanzierung, Crowdfunding und strategische Partnerschaften in Betracht ziehen. Staatliche Unterstützung für KMU wissen?

Scalemetrics unterstützt Schweizer KMU dabei, solche Entscheidungen proaktiv zu treffen – bevor der Markt sich bewegt. Erfahren Sie mehr über unsere Unternehmensbewertung oder entdecken Sie unsere CFO-Dienstleistungen für Schweizer Unternehmen.

Unternehmensbewertung Schweiz: Methoden, die Schweizer Banken und Investoren akzeptieren

Eine korrekte Unternehmensbewertung Schweiz ist entscheidend – ob bei der Kapitalaufnahme, einem Teilverkauf, der Einführung eines Mitarbeiteraktienoptionsplans (ESOP) oder der strategischen Standortbestimmung. In der Schweiz sind für private KMU die am weitesten verbreiteten Bewertungsmethoden: (1) die Praktikermethode – ein gewichteter Durchschnitt aus Ertragswert und Substanzwert, der von kantonalen Steuerbehörden für Erbschafts- und Schenkungssteuer verwendet wird; (2) die DCF-Methode, die für Finanzierungs- und M&A-Gespräche erforderlich ist; (3) der Multiples-Ansatz, bei dem Schweizer Transaktionsdaten vergleichbarer Verkäufe die Referenzspanne liefern. Die Wahl der Methodik beeinflusst das Ergebnis erheblich, und anspruchsvolle Gegenparteien werden sowohl die Methode als auch die Annahmen kritisch prüfen.

Häufige Fehler bei der Unternehmensbewertung Schweiz umfassen: Verwendung eines Einjahrswerts beim EBITDA mit Einmaleffekten statt eines normalisierten Dreijahresdurchschnitts; Anwendung von US- oder UK-Börsenmultiplikatoren auf ein Schweizer KMU ohne Grössen- und Liquiditätsabschlag (typischerweise 20-35%); Vernachlässigung von Minderheits- oder Kontrollprämienabschlägen bei Teilanteilsbewertungen. Scalemetrics erstellt unabhängige Bewertungsberichte für Schweizer KMU in Formaten, die von ESTV, kantonalen Gerichten, Hausbanken und Series-A/B-Investoren akzeptiert werden.

Welche Unterstützung bietet Scalemetrics für Schweizer KMU?

Scalemetrics bietet Schweizer KMU-Inhabern und CFOs praxisnahe Finanzberatung: von Buchhaltung und Steuern über Finanzplanung bis hin zu CFO-on-Demand-Dienstleistungen. Ziel ist es, KMU Zugang zu Expertise zu geben, die sonst nur grossen Unternehmen mit internen CFOs vorbehalten ist.

Ab wann lohnt sich ein Fractional CFO für ein Schweizer KMU?

Ab einem Jahresumsatz von CHF 1–2 Mio. oder bei bevorstehenden Ereignissen wie Kreditanträgen, M&A oder Investorenrunden empfiehlt sich ein Fractional CFO. Die Kosten liegen deutlich unter denen eines Festangestellten, und die Expertise ist sofort abrufbar.

Wie unterscheidet sich Scalemetrics von einer traditionellen Treuhandgesellschaft?

Während Treuhandfirmen primär auf Steuer-Compliance und Jahresabschlüsse fokussiert sind, bietet Scalemetrics strategische Finanzführung: Liquiditätsplanung, Szenariomodellierung, KPI-Controlling und Finanzierungsberatung – als laufendes Mandat oder projektbasiert.

In welchen Kantonen ist Scalemetrics tätig?

Scalemetrics betreut Kunden schweizweit, mit Schwerpunkt in Zürich, Zug, Basel und Bern. Dank digitaler Arbeitsweise und MWST-Expertise in allen Kantonen ist eine ortsunabhängige Zusammenarbeit problemlos möglich.

Europäisches Venture Capital 2025: Marktüberblick und Bewertungstrends

Der europäische Venture-Capital-Markt durchläuft 2025 eine Phase der Konsolidierung nach den Rekordjahren 2021–2022. Bewertungen haben sich in vielen Segmenten normalisiert, doch selektiv – insbesondere in den Bereichen KI, Deep Tech und Climate Tech – sind weiterhin attraktive Multiples zu beobachten. Für Schweizer KMU und Startups, die eine Finanzierungsrunde planen, ist ein fundiertes Verständnis dieser Bewertungstrends essenziell für eine erfolgreiche Kapitalaufnahme.

Zentrale Bewertungstrends im europäischen VC-Markt 2025:

  • Normalisierung der Seed-Bewertungen: Pre-Money-Bewertungen bei Seed-Runden liegen 2025 typischerweise zwischen EUR 3–8 Mio., nach Spitzenwerten von EUR 10–20 Mio. in 2021
  • KI-Premium: Startups mit nachweislichem KI-Core erzielen weiterhin 30–50% höhere Bewertungsmultiples als vergleichbare Nicht-KI-Peers
  • Revenue-based Valuation: SaaS-Multiples liegen 2025 bei 5–8x ARR (vs. 15–25x in 2021); starke Unit Economics werden prämiert
  • Down Rounds haben zugenommen – rund 15% aller Series-A/B-Runden 2024 wurden als Down Round strukturiert
  • Bridge-Finanzierungen überbrücken viele Schweizer Startups bis zur nächsten Hauptrunde

Implikationen für Schweizer KMU bei der Bewertungsoptimierung

Schweizer Startups und Wachstums-KMU, die 2025 eine Finanzierungsrunde planen, müssen ihre Bewertungsstory sorgfältig aufbauen. Die Währungsstärke des CHF kann dabei sowohl Vor- als auch Nachteil sein: Einerseits signalisiert ein Schweizer Domizil Stabilität und Regulierungssicherheit, andererseits sind CHF-Kosten im internationalen Vergleich hoch und müssen in Revenue-Prognosen adäquat eingepreist werden.

Bewertungsrelevante Faktoren für Schweizer KMU 2025:

  1. Recurring Revenue: ARR/MRR-Wachstum ist das wichtigste Bewertungskriterium – mindestens 80% YoY für Premium-Bewertungen
  2. Net Revenue Retention (NRR): NRR über 110% signalisiert starkes Expansion Revenue
  3. Gross Margin: SaaS-Unternehmen benötigen mindestens 70% Bruttomarge für attraktive Multiples
  4. Capital Efficiency: Rule of 40 (Wachstum + EBITDA-Marge > 40%) wird von Top-VCs priorisiert

VC-Bewertungsmultiples nach Segment (Europa 2025)

Segment Seed Multiple Series A Multiple Trend
B2B SaaS 5–8x ARR 6–10x ARR Stabil
KI/Deep Tech 8–15x ARR 10–20x ARR Steigend
Climate Tech 6–12x ARR 8–14x ARR Steigend
Marketplace/E-Commerce 2–4x GMV 3–5x GMV Fallend

Für eine fundierte Bewertungsanalyse und professionelle Vorbereitung Ihrer nächsten Finanzierungsrunde steht Ihnen unser Team zur Verfügung. Mehr erfahren unter Investor Readiness.

Pascal Stämpfli, CFA – MD & CFO Strategist bei Scalemetrics
Pascal Stämpfli, CFA
MD & CFO Strategist, Scalemetrics

Pascal ist ein erfahrener Finanzfachmann, Venture-Capital-Experte und vertrauenswürdiger Berater für Startups und Investoren. Er ist CFA-Charterholder und hat einen Master in Ökonomie der Universität St. Gallen. Er ist Gründer von Scalemetrics und Mitgründer von Kubera Equity. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in Corporate Finance und Venture Building hat Pascal Tausende von Unternehmen in der Frühphase bewertet und Gründer in ganz Europa beraten. Als Managing Partner bei COREangels Big Data & AI Europe und regelmässiges Jurymitglied bei Pitch-Events ist er tief in der Zürcher Startup-Szene verwurzelt und weithin als Experte für Erfolgsfaktoren und Wachstumsfinanzierung anerkannt.