Zürich vs. Basel vs. Zug: Wo soll man seine Schweizer GmbH gründen? (Steuern & Recht 2026)
Quick Answer
Zürich vs. Basel vs. Zug – GmbH gründen Schweiz 2026: Steuerberatung KMU Schweiz hilft beim Standortvergleich.
Mehr als 60 % des Schweizer Risikokapitals fliesst in Unternehmen mit Sitz in Zürich, Zug oder Basel. Diese Konzentration ist kein Zufall – sie spiegelt eine bewusste Entscheidung von Gründerinnen und CFOs wider, die verstehen, dass die Wahl des Kantons eine der wichtigsten Weichenstellungen für ein Schweizer Unternehmen ist. Sie beeinflusst Ihren effektiven Unternehmenssteuersatz, Ihren Zugang zu Talenten, Ihre Nähe zu Investoren und Ihren administrativen Aufwand auf Jahre hinaus.
Dennoch gehen viele Schweizer Gründerinnen und Gründer die Standortfrage falsch an: Sie wählen den Kanton, in dem sie zufällig wohnen oder ihr erster Kunde sitzt – statt denjenigen, in dem ihr Geschäftsmodell finanziell am besten gedeiht. Dieser Leitfaden gibt Ihnen das CFO-Framework, um diese Entscheidung im Jahr 2026 richtig zu treffen – mit aktuellen Steuersätzen, OECD-Mindeststeuerimplikationen und konkreten Empfehlungen nach Unternehmenstyp.
Unternehmenssteuer Schweiz: Was jedes Schweizer KMU für 2026 wissen muss
Die wettbewerbsfähige Unternehmenssteuer Schweiz – mit effektiven Gesamtbelastungen von 11,9% in Zug bis 19,7% in Genf auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene – gehört zu den wichtigsten Standortvorteilen der Schweiz. Für Schweizer KMU entfaltet sich dieser Vorteil jedoch nur, wenn die Steuerposition aktiv bewirtschaftet wird. Die Einführung der globalen OECD-Mindeststeuer (Pillar Two) ab 2024, die einen effektiven Mindeststeuersatz von 15% für Konzerne mit einem konsolidierten Umsatz über EUR 750 Mio. vorsieht, hat das Planungsumfeld für grössere Schweizer Holdingstrukturen verändert. Für die meisten Schweizer KMU relevanter ist die Qualified Domestic Minimum Top-Up Tax (QDMTT), die Schweizer Tochtergesellschaften multinationaler Konzerne betrifft.
Für typische Schweizer KMU unterhalb der Pillar-Two-Schwelle bleiben die wirksamsten Unternehmenssteuer Schweiz-Planungshebel: die Wahl des optimalen Kantonssitzes, die zeitliche und formale Optimierung von Gewinnausschüttungen (Dividende vs. Lohn), die Nutzung des F&E-Abzugs (150% der qualifizierenden F&E-Kosten in vielen Kantonen) sowie das Management verdeckter Eigenkapitaleinlagen und -entnahmen, die Verrechnungssteuer auslösen. Scalemetrics erstellt Steuererklärungen für Schweizer KMU in allen Kantonen, koordiniert Vorabklärungen mit den kantonalen Steuerbehörden und identifiziert Planungsmöglichkeiten, die generische Treuhandbüros oft übersehen.
Warum die Wahl des Kantons wichtiger ist als gedacht
Die föderale Struktur der Schweiz bedeutet, dass die Unternehmensbesteuerung auf drei Ebenen erfolgt: Bund (8,5 % auf den Gewinn nach Steuern, effektiv ~7,83 % vor Steuern), Kanton und Gemeinde. Der kombinierte effektive Steuersatz variiert je nach Standort erheblich – von rund 11,9 % in Zug bis zu 19,7 % in Genf für kleinere Unternehmen.
Für 2026 bringt die globale OECD-Mindeststeuer (Pillar Two) einen wichtigen Vorbehalt: Unternehmen mit weltweiten Umsätzen von mehr als CHF 900 Millionen (EUR 750 Millionen) unterliegen einem Mindeststeuersatz von 15 %. Für die grosse Mehrheit der Schweizer KMU, die unter dieser Schwelle operieren, sind die kantonalen Steuervorteile nach wie vor vollständig nutzbar. Die OECD-Untergrenze betrifft Sie nicht, sofern Sie nicht Teil eines grossen multinationalen Konzerns sind.
Über die Steuersätze hinaus beeinflusst die Wahl des Kantons auch:
- AHV und Lohnnebenkosten – kommunale Unterschiede bei den Sozialabgaben wirken sich auf die gesamten Personalkosten aus
- Handelsregistergebühren – GmbH-Gründungskosten variieren von rund CHF 600 in Zug bis CHF 1.200+ in Genf
- Reaktionszeit der kantonalen Steuerbehörden – Rulingfristen unterscheiden sich erheblich (Zug: Tage; grössere Kantone: Wochen)
- Immobilien- und Bürokosten – direkt abhängig von Kanton und Gemeinde
Zürich: Finanz- und Unternehmertum-Hauptstadt der Schweiz
Der kombinierte effektive Unternehmenssteuersatz im Kanton Zürich liegt für KMU bei rund 19,7 % in der Stadt Zürich und bei 14–16 % in Aussengemeinden wie Küsnacht oder Zollikon. Für in der Stadt domizilierte Unternehmen ist der Satz einer der höheren in der Schweiz – aber diese Prämie erkauft den Zugang zum tiefsten Talentpool und aktivsten Investoren-Ökosystem der Schweiz.
Der Kanton beheimatet über 300 Fintech-Unternehmen, die ETH Zürich (weltweit auf Rang 7 im Ingenieurwesen) sowie die Schweizer Hauptsitze von UBS, Credit Suisse (jetzt in UBS integriert) und den meisten grossen internationalen Banken. Für Unternehmen, die Finanzdienstleistungen, B2B-SaaS oder professionelle Beratungsleistungen an Schweizer Corporates verkaufen, ist die Nähe zu Entscheidungsträgern am Zürcher Paradeplatz und im Sihlcity-Quartier kommerziell wertvoller als eine Steuerersparnis von 4–5 Prozentpunkten in Zug.
Die SIX Swiss Exchange bietet skalierenden KMU ausserdem einen realistischen IPO-Pfad – etwas, das weder Basel noch Zug vorweisen kann. Für Fractional-CFO- und Finanzberatungsunternehmen wie Scalemetrics bietet Zürichs Konzentration von KMU in Professional Services, Technologie und Asset Management die dichteste Pipeline potenzieller Kunden in der Schweiz.
- Effektiver Unternehmenssteuersatz (Stadt Zürich): ~19,7 %
- Effektiver Unternehmenssteuersatz (Aussengemeinden): 14–16 %
- Am besten geeignet für: Fintech, SaaS, Professional Services, Asset Management, Beratung
- Talentpool: Tiefster in der Schweiz – ETH-, UZH- und HSG-Abgänger
- VC-Zugang: Am höchsten – Zürich konzentriert 70 %+ des Schweizer VC-Deal-Flows
- Hauptrisiko: Höchste Personal- und Immobilienkosten der Schweiz
Basel: Die unterschätzte Option für Life Sciences und internationalen Handel
Der effektive Unternehmenssteuersatz in Basel-Stadt von rund 13,0–13,5 % macht ihn zu einem der wettbewerbsfähigsten Kantone der Schweiz – und zu einem der am stärksten unterschätzten von Gründerinnen und Gründern ausserhalb des Life-Sciences-Sektors. Für 2026 hat Basel-Stadt nach der Umsetzung der OECD-Mindeststeuer stabile Sätze beibehalten, die auf Schweizer KMU unterhalb der Umsatzschwelle kaum Auswirkungen hatten.
Der strukturelle Vorteil der Stadt liegt in ihrer Lage an der Schnittstelle von Schweiz, Deutschland und Frankreich – dem sogenannten Dreiländereck. Dieser Tripoint-Standort bedeutet, dass Unternehmen mit Sitz in Basel mit minimalem Aufwand auf EU-Märkte zugreifen, länderübergreifend rekrutieren und sich von Beginn an als international positionieren können. Für Import-/Export-Unternehmen, Logistikfirmen und Unternehmen mit wesentlichem EU-Kundenstamm ist dieser geografische Vorteil mehr wert als jede kantonale Steuerdifferenz.
Basels Wirtschaft wird von Roche (globaler Hauptsitz), Novartis (globaler Hauptsitz) und einem dichten Cluster aus Medtech-, Biotech- und Pharmaunternehmen getragen. Die Life-Sciences-Fakultät der Universität Basel und das FMI (Friedrich Miescher Institut) schaffen eine kontinuierliche Pipeline an Fachkräften. Für KMU in den Bereichen Gesundheit, Medtech, Diagnostik oder Spezialchemikalien bietet Basel Zugang zu Talenten und Beschaffungsnetzwerken, die kein anderer Schweizer Kanton replizieren kann.
- Effektiver Unternehmenssteuersatz: ~13,0–13,5 %
- Am besten geeignet für: Life Sciences, Medtech, Biotech, Logistik, Import/Export, EU-orientierte Unternehmen
- Einzigartiger Vorteil: Dreiländereck-Zugang – Schweiz, Deutschland, Frankreich
- VC-Zugang: Stark in Life Sciences; ausserhalb dieses Sektors begrenzt
- Hauptrisiko: Kleineres Professional-Services-Ökosystem als Zürich
Zug: Das Crypto Valley und Steuerspar-Zentrum
Zugs Ruf als steuergünstigster Kanton der Schweiz ist historisch zutreffend – und für KMU unterhalb der OECD-Schwelle gilt dies auch 2026. Der effektive Unternehmenssteuersatz für kleine Unternehmen liegt bei rund 11,9 %, dem niedrigsten aller grossen Schweizer Kantone; die Gemeinde Baar bietet Sätze bis zu 11,5 %.
Für grosse multinationale Konzerne mit Umsätzen über CHF 900 Millionen gilt Pillar Two mit einem Mindeststeuersatz von 15 % durch die Schweizer Ergänzungssteuer, die Zug ab dem 1. Januar 2024 eingeführt hat. Das bedeutet, dass Zugs Steuervorteil für grosse MNCs teilweise komprimiert wurde. Für ein KMU mit einem Umsatz von CHF 5–50 Millionen ist Pillar Two jedoch völlig irrelevant – Sie profitieren vom vollen Satz von 11,9 %.
Zug ist das globale Zentrum der Krypto- und Web3-Industrie. Der progressive Regulierungsrahmen des Kantons, der ab 2016 mit dem Zug City UID-Piloten und dem FINMA-Sandbox-Regime etabliert wurde, hat über 1.000 Blockchain- und Kryptounternehmen angezogen, darunter die Ethereum Foundation, die Cardano Foundation und Dfinity. Für Unternehmen im Bereich digitaler Assets, tokenisierter Wertpapiere oder dezentraler Finanzen ist Zug die einzig sinnvolle Option.
- Effektiver Unternehmenssteuersatz: ~11,9 % (Stadt Zug), ~11,5 % (Baar)
- OECD Pillar Two Auswirkung: Keine für KMU unter CHF 900 Mio. Umsatz
- Am besten geeignet für: Krypto/Web3, Holdingstrukturen, internationale Tätigkeiten, Treasury-Gesellschaften
- Einzigartiger Vorteil: Crypto-Valley-Ökosystem, schnelle Steuerrulings, progressive Verwaltung
- Hauptrisiko: Begrenzter Talentpool – die meisten Mitarbeitenden pendeln aus Zürich (30 Min. mit Zug)
Direktvergleich der Kantone
| Kanton | Effektiver Steuersatz (2026) | Ideal für | VC-/Talentpool | Personalkosten | OECD Pillar Two für KMU |
|---|---|---|---|---|---|
| Zürich | 19,7 % (Stadt) / 14–16 % (Aussengemeinden) | Fintech, SaaS, Professional Services | Höchster in der Schweiz | Sehr hoch | Keine unter CHF 900 Mio. |
| Basel | ~13,0–13,5 % | Life Sciences, Logistik, EU-orientiert | Stark in Life Sciences | Moderat | Keine unter CHF 900 Mio. |
| Zug | ~11,9 % (Stadt) / 11,5 % (Baar) | Krypto/Web3, Holdingstrukturen | Begrenzt – Zürich-abhängig | Moderat–Hoch | Keine unter CHF 900 Mio. |
Das Urteil des CFOs: Welchen Kanton sollen Sie wählen?
Die richtige Antwort hängt von Ihrem Geschäftsmodell, Ihrer Wachstumsphase und Ihren Talentanforderungen ab – nicht davon, welcher Kanton den niedrigsten Steuersatz ausweist. Hier ist das Entscheidungsframework, das Scalemetrics bei der Beratung von Kunden zur Unternehmensgründung anwendet:
- Umsatz unter CHF 500.000, Professional Services: Zürich Aussengemeinden oder Zug. Der Steuerunterschied ist bei niedrigem Umsatz minimal; priorisieren Sie, wo Sie Kunden finden können.
- VC-Aufnahme oder institutionelles Wachstum geplant: Zürich. Die Investorennähe und Deal-Flow-Dichte überwiegen eine Steuerersparnis von 4–7 % in dieser Phase.
- Life Sciences, Medtech, Pharma: Basel, ohne Ausnahme. Der Ökosystem-Vorteil ist strukturell und nicht replizierbar.
- Krypto, Web3, digitale Assets: Zug. Regulatorische Vertrautheit und das Crypto-Valley-Netzwerk schaffen kumulierende Vorteile, die anderswo nicht verfügbar sind.
- Holdingstruktur oder internationales Treasury: Zug. Die Kombination aus niedrigsten Sätzen und schnellen Steuerrulings macht es optimal für gruppeninterne Finanzierungen.
- EU-orientierte Tätigkeiten, Logistik, Import/Export: Basel. Der Dreiländereck-Zugang ist ein echter operativer Vorteil, der mehr wert ist als die Zug-Steuerdifferenz.
Zu beachten ist, dass ein Kantonswechsel für eine GmbH rechtlich unkompliziert ist – er erfordert eine Handelsregisteränderung und einen Notarakt, was in der Regel CHF 1.500–3.000 kostet und innerhalb von 4–6 Wochen abgeschlossen ist. Unternehmen, die in Zürich für den Kundenzugang starten und später durch Verlegung in Zuger Aussengemeinden optimieren, folgen einem etablierten Muster.
Praktische nächste Schritte für die Gründung in der Schweiz 2026
Für die meisten Schweizer KMU ist die optimale Rechtsform die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), die ein Mindestkapital von CHF 20.000 erfordert – gegenüber CHF 100.000 für eine AG. Die GmbH ist schneller zu gründen (typischerweise 2–3 Wochen von der notariellen Urkunde bis zur Handelsregistereintragung), hat einen geringeren Compliance-Aufwand und ist für alle kantonalen Steuerstrukturen vollständig geeignet.
Wichtige Schritte für die Gründung 2026:
- Schritt 1 – Kanton- und Gemeindeauswahl: Nutzen Sie den Steuerrechner der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), um die effektiven Sätze über Gemeinden innerhalb Ihres Zielkantons zu vergleichen.
- Schritt 2 – Gesellschaftsvertrag erstellen: Beauftragen Sie einen Schweizer Notar im Zielkanton. Budgetieren Sie CHF 1.000–2.500 für Notargebühren.
- Schritt 3 – Kapitaleinzahlungskonto eröffnen: Jede Schweizer Bank eröffnet ein Kapitaleinzahlungskonto für das Mindestkapital von CHF 20.000. UBS, ZKB (Zürcher Kantonalbank) und PostFinance sind die häufigsten Optionen.
- Schritt 4 – Handelsregistereintragung: Reichen Sie die Gründungsunterlagen beim kantonalen Handelsregisteramt ein. Eine Online-Einreichung ist in den meisten Kantonen möglich.
- Schritt 5 – Bei der kantonalen AHV-Ausgleichskasse anmelden: Pflicht innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Lohnabrechnung. Holen Sie eine UID-Nummer über uid.admin.ch ein.
- Schritt 6 – Steuerruling beantragen: Beantragen Sie bei komplexen Strukturen ein verbindliches Ruling (Steuerruling) beim kantonalen Steueramt vor der Gründung. Zug und Schwyz sind für schnelle Bearbeitung bekannt.
Scalemetrics unterstützt Schweizer KMU bei der Wahl der optimalen Unternehmensstruktur und des richtigen Kantons – damit Ihre finanzielle Basis von Anfang an stimmt. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung.
Scalemetrics unterstützt Schweizer KMU dabei, solche Entscheidungen proaktiv zu treffen – bevor der Markt sich bewegt. Erfahren Sie mehr über unsere Steuer- und MWST-Compliance oder entdecken Sie unsere CFO-Dienstleistungen für Schweizer Unternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Warum die Wahl des Kantons wichtiger ist als gedacht?
Die föderale Struktur der Schweiz bedeutet, dass die Unternehmensbesteuerung auf drei Ebenen erfolgt: Bund (8,5 % auf den Gewinn nach Steuern, effektiv ~7,83 % vor Steuern), Kanton und Gemeinde. Der kombinierte effektive Steuersatz variiert je nach Standort erheblich – von rund 11,9 % in Zug bis zu 19,7 % in Genf für kleinere Unternehmen.
Was müssen Schweizer KMU über zürich: Finanz- und Unternehmertum-Hauptstadt der Schweiz wissen?
Der kombinierte effektive Unternehmenssteuersatz im Kanton Zürich liegt für KMU bei rund 19,7 % in der Stadt Zürich und bei 14–16 % in Aussengemeinden wie Küsnacht oder Zollikon. Für in der Stadt domizilierte Unternehmen ist der Satz einer der höheren in der Schweiz – aber diese Prämie erkauft den Zugang zum tiefsten Talentpool und aktivsten Investoren-Ökosystem der Schweiz.
Was müssen Schweizer KMU über basel: Die unterschätzte Option für Life Sciences und internationalen Handel wissen?
Der effektive Unternehmenssteuersatz in Basel-Stadt von rund 13,0–13,5 % macht ihn zu einem der wettbewerbsfähigsten Kantone der Schweiz – und zu einem der am stärksten unterschätzten von Gründerinnen und Gründern ausserhalb des Life-Sciences-Sektors. Für 2026 hat Basel-Stadt nach der Umsetzung der OECD-Mindeststeuer stabile Sätze beibehalten, die auf Schweizer KMU unterhalb der Umsatzschwelle kau
Was müssen Schweizer KMU über zug: Das Crypto Valley und Steuerspar-Zentrum wissen?
Zugs Ruf als steuergünstigster Kanton der Schweiz ist historisch zutreffend – und für KMU unterhalb der OECD-Schwelle gilt dies auch 2026. Der effektive Unternehmenssteuersatz für kleine Unternehmen liegt bei rund 11,9 %, dem niedrigsten aller grossen Schweizer Kantone; die Gemeinde Baar bietet Sätze bis zu 11,5 %.
Direktvergleich der Kantone Kanton Effektiver Steuersatz (2026) Ideal für VC-/Talentpool Personalkosten OECD Pillar Two für KMU Zürich 19,7 % (Stadt) / 14–16 % (Aussengemeinden) Fintech, SaaS, Professional Services Höchster in der Schweiz Sehr hoch Keine unter CHF 900 Mio. Basel ~13,0–13,5 % Life Sciences, Logistik, EU-orientiert Stark in Life Sciences Moderat Keine unter CHF 900 Mio. Zug ~11,9 % (Stadt) / 11,5 % (Baar) Krypto/Web3, Holdingstrukturen Begrenzt: Zürich-abhängig Moderat–Hoch Keine unter CHF 900 Mio. Das Urteil des CFOs: Welchen Kanton sollen Sie wählen?
Die richtige Antwort hängt von Ihrem Geschäftsmodell, Ihrer Wachstumsphase und Ihren Talentanforderungen ab – nicht davon, welcher Kanton den niedrigsten Steuersatz ausweist. Hier ist das Entscheidungsframework, das Scalemetrics bei der Beratung von Kunden zur Unternehmensgründung anwendet:
Sources & References
Zürich, Basel oder Zug: Die entscheidenden Unterschiede für Ihre GmbH-Gründung
Die Wahl des Gründungskantons für Ihre Schweizer GmbH ist eine der folgenreichsten frühen Unternehmensentscheidungen – und eine, die rückgängig zu machen teuer und aufwändig ist. Drei Kantone dominieren die Diskussion: Zürich als grösster Wirtschaftsstandort, Basel mit starker Life-Sciences-Basis und Zug als steueroptimiertes Hotspot. Jeder dieser Standorte bietet spezifische Vor- und Nachteile, die von Ihrem Geschäftsmodell, Ihrer Kundenbasis und Ihren strategischen Zielen abhängen.
Zug gilt als der steuerlich attraktivste Kanton für gewinnbringende Unternehmen: Die effektive Gewinnsteuerbelastung liegt bei ca. 11,9 % – deutlich tiefer als Zürich (ca. 19,7 %) oder Basel-Stadt (ca. 13,0 %). Für ein KMU mit CHF 500.000 Jahresgewinn bedeutet das eine Steuerersparnis von bis zu CHF 40.000 pro Jahr im Vergleich zu Zürich. Über 10 Jahre summiert sich das auf CHF 400.000 – eine erhebliche Differenz, die reinvestiert werden kann.
Zürich: Marktzugang und Talentpool vs. Kosten
Zürich bietet das grösste und am besten entwickelte Unternehmensökosystem der Schweiz. Fintech, Consulting, Technologie, Pharma, Finanzdienstleistungen – alle grossen Branchen sind hier vertreten. Der Zugang zu qualifiziertem Personal ist in Zürich am besten; ETH, Universität Zürich und diverse Fachhochschulen liefern kontinuierlich erstklassige Absolventen. Wer Investoren ansprechen will, findet in Zürich die grösste Dichte an Schweizer VCs, Business Angels und Family Offices.
Der Preis für diese Vorteile: Büroflächen in Zürich kosten CHF 400–600/m² im Jahr (Innenstadtlage), Wohnkosten für Mitarbeitende sind hoch, und die Steuerbelastung liegt deutlich über dem Schweizer Durchschnitt. Für Unternehmen in der Frühphase mit noch begrenzten Gewinnen fällt der steuerliche Nachteil kaum ins Gewicht – aber mit wachsender Profitabilität wird er zunehmend relevant.
Basel punktet mit einer einzigartigen Positionierung: Die Grenzlage zu Deutschland und Frankreich macht Basel zum bevorzugten Standort für Unternehmen mit starker EU-Ausrichtung. Die Life-Sciences-Cluster um Novartis, Roche und ihre Zulieferer machen Basel zur europäischen Pharma-Hauptstadt. Für Unternehmen in MedTech, Biotech, Chemie und verwandten Bereichen ist Basel der optimale Standort – sowohl für Rekrutierung als auch für Kundennähe.
| Kriterium | Zürich | Basel | Zug |
|---|---|---|---|
| Gewinnsteuer (effektiv) | ~19,7 % | ~13,0 % | ~11,9 % |
| Talentpool | Sehr gross | Gross (Life Sciences) | Mittel |
| VC-/Investor-Ökosystem | Sehr gut | Gut | Gut (Crypto/Fintech) |
| Büromietkosten | Hoch (CHF 400–600/m²) | Mittel (CHF 250–400/m²) | Mittel (CHF 200–350/m²) |
| Internationale Anbindung | Exzellent (Flughafen ZRH) | Sehr gut (EuroAirport) | Gut (via ZRH) |
| Branchenschwerpunkte | Finance, Tech, Consulting | Pharma, Chemie, MedTech | Crypto, Holdings, Trading |
| Handelsregistergebühren GmbH | ca. CHF 600 | ca. CHF 600 | ca. CHF 600 |
Zug: Steueroptimierung und das Crypto Valley
Zug hat sich als globaler Hub für Blockchain, Cryptocurrency und Web3-Unternehmen etabliert – das sogenannte "Crypto Valley" zieht international Unternehmen an, die in einem innovationsfreundlichen, regulatorisch klaren Umfeld operieren wollen. Neben dem Steuervorteil bietet Zug ein aktives Netzwerk von internationalen Unternehmern, eine pragmatische Handelsbehörde und gute Verkehrsanbindung nach Zürich (30 Minuten mit der S-Bahn).
Die praktische Empfehlung für Schweizer GmbH-Gründer: Wenn Ihr primärer Kundenmarkt in der Deutschschweiz liegt und Sie stark auf lokale Rekrutierung und Netzwerke angewiesen sind – wählen Sie Zürich. Wenn Ihr Unternehmen stark in Life Sciences oder mit EU-Nähe positioniert ist – wählen Sie Basel. Wenn Ihr Unternehmen ab dem ersten Jahr profitabel ist und/oder Sie eine Holding-Struktur planen – wählen Sie Zug. In allen Fällen gilt: Lassen Sie sich von einem Schweizer Treuhänder oder CFO beraten, bevor Sie die endgültige Entscheidung treffen.
Für die professionelle Vorbereitung Ihrer GmbH-Gründung, die optimale Strukturierung Ihrer Unternehmensfinanzen und eine steueroptimierte Standortwahl stehen Ihnen unsere Experten für Strategic CFO und Financial Planning gerne zur Verfügung.
